Einstein hatte es schon gewusst..
…wie ein erst kürzlich wieder aufgefundenes Archiv-Foto beweist
Aber danach mussten erst noch ein paar Jahrzehnte vergehen…
Ausbauhäuser aus Blähton-Elementen, massiv gebaut, bei freier Planung - vor einigen Jahrzehnten hätte man es nicht für möglich gehalten, dass ein Haus so schnell und dabei so preiswert gebaut werden kann. Dennoch gibt es durchaus auch Gemensamkeiten zwischen der damaligen Bauweise und dem heutigen Grundhaus-System. Einer der Hauptpunkte ist die Architektenbetreuung.Während es früher völlig selbstverständlich war, für einen privaten Hausbau zuerst einen Architekten zu beauftragen, der zuerst eine Planung nach den Vorstellungen der Bauherrschaft (heute spricht man eher von der “Baufamilie) ausarbeitete, und dann die Auftragsvergabe an örtliche Firmen und später die Bauleitung übernahm, war es dann wohl in den Boomzeiten der 70er Jahre, dass das Wort “Architektenhaus” zu einem Synonym für extravagantes Design, Bauzeit- und Kostenüberschreitungen wurde. Gleichzeitig kamen die ersten Typenhausfirmen auf den Markt, die den verunsicherten Bauwilligen dann erklärten, man könne ja auch ein “Haus von der Stange” bauen lassen, und das auch wesentlich günstiger als ein vom Architekten frei geplantes.
Und ein paar “Abänderungen” zum Standardentwurf seien auch kein Problem… Die Ergebnisse lassen sich noch heute in vielen der damaligen Neubaugebieten bewundern. Häuser ohne Stil und Konzept, ein Sammelsurium von “Extras” wie Gauben, Erkern und Vordächern, dafür zur Strassenseite außer der Hauseingangstür vielleicht nur noch ein Toilettenfenster… Jeder hat solche “architektenlosen” Häuser schon gesehen.
Und jetzt wollen wir das Beste aus der alten Zeit mit der neuesten Bautechnologie verbinden. In kurzen Worten hieße das so: Grundhaus gibt dem Bauherrn das erschwingliche Archtektenhaus zurück, und dem Archtekten den privaten Bauherrn.
Denn bei Grundhaus werden (wie früher) alle Häuser von einem Archtekten nach den Vorstellung der Baufamilie frei geplant. Anders als früher werden dann aber die Wand- und Dachstuhl-Elemente für den Rohbau in computergenau vorgefertigt und in kürzester Zeit auf der Baustelle montiert. Und anders als früher wird bei Grundhaus der Rohbau genau vorkalkuliert und zum garantierten Festpreis geliefert und montiert.
Die Ausbauarbeiten werden dann wieder (wie früher) unter Betreuung des bauleitenden Architekten an örtliche Firmen vergeben und überwacht. Nicht aus Nostalgie, sondern weil es preisgünstiger und einfacher ist. Der Erfolg gibt uns recht. Über 90% der befragten Grundhaus-Bauherren (und Bau-Damen) empfanden es als besonders wichtig, dass sie beim Bauen die Möglichkeit hatten, ihre Ausbaufirmen selbst auszusuchen.
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(Vielen Dank an Jörg Weisner für den Hinweis zu Einstein auf seinem Job & Joy-Blog)





